Archery Camp beim UHC Elster

Ein Jahr Planung, vier Wochen intensive Vorbereitung – und dann vier unvergessliche Tage, die zu einem tollen Erfolg wurden.

Das Archery Camp 2026 ist vorbei und es war ein voller Erfolg: für die Planer:innen, für die Teilnehmenden, für die Helfer:innen und vor allem für die Kinder und Jugendlichen.

Vor einem Jahr kamen Antje und drei Kinder aus dem Bogensportcamp des BSSA zurück und mit ihnen die Idee, so ein Camp bei uns in der Region auch anzubieten. Nach reiflicher Überlegung in der Bogensportabteilung und der Wälzung etlicher Möglichkeiten stand dann fest: Wir machen das und richten ein Kinder- und Jugend-Bogensportcamp aus.

Als einer der Eckpfeiler stand von vornherein fest, dieses Archery Camp soll und muss verbandsoffen sein und soll allen bogensportbegeisterten Kindern und Jugendlichen offen stehen. Zudem sollte es kein Trainingscamp werden, sondern ein Treffpunkt für Bogensportbegeisterte. Das Camp sollte ganz im Zeichen des Bogensports stehen.

Nächster Punkt der geklärt werden musste: wo lassen wir das Archery Camp stattfinden? Das Gelände sollte schon Bogenschießen erlauben, dann kommen noch Strom, Wasser, Toiletten und und und dazu. Letztlich hat sich der Freizeitpark in Elster durchgesetzt, Mühlengelände und auch Crossgolfplatz sind zwar schöner, aber auch mit mehr Aufwand und dann auch Kosten für alle verbunden.

Somit hatten wir feststehen: was wir machen wollten, wie wir es machen wollten und wo. Fehlten nur noch interessierte Kinder und Jugendliche, die das Archery Camp dann auch bevölkern sollten. Darauf hin wurden im sehr großen Umkreis Vereine angeschrieben, mit der Bitte das Angebot des Archery Camps in ihre Kinder- und Jugendgruppen zu tragen. Schon bevor die Anmeldung online war, flatterte auch schon die erste Anmeldung aus der Bernburger Region ein.

Schon zu Beginn stand fest, wir richten das Archery Camp als Zeltlager aus und der Wunsch das Gelände des Freizeitparks nutzen zu dürfen, wurde von Seiten der Stadt wohlwollend angenommen.

Die ersten Eckpfeiler waren somit eingeschlagen, ein Datum gefunden (wenn auch nicht optimal, aber das war das, was für viele Helfende noch machbar war), ein Ausrichtungsplatz/Gelände auch, der Verein hatte grünes Licht gegeben, fehlt nur noch das passende Programm.

Bei der Wahl des Programmes war die Mehrheit des Planungsteams sehr konservativ und so wurden Kennenlernspiele am Marterpfahl genau so abgelehnt wie 4:30 Uhr wecken und Jagen des Frühstücks. Leider. Gut, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und ich kann es sicher bei einem weiteren Camp noch mal vorbringen.

Neben den Scheiben im Freizeitpark und dem freien Schießen dort, wollten wir den Kindern noch zwei Parcours-Runden anbieten. Zum einen ein kleines 3D-Turnier und zum anderen eine Scheibenrunde auf dem Crossgolf-Platz. Das Ganze aber nicht als Turnier. Um aber doch ein wenig Anreiz zu geben, sollten die Kinder in der Gruppe im Parcours gegen den begleitenden Betreuer schießen. Im Zweifel also 4 Profis gegen einen BetreuerIn, ein sehr ausgeglichenes Verhältnis.

Für den Parcours waren dann zwei Betreuer aus der Bogensportgruppe zuständig. Ein Plan wurde gemacht und passende Ziele ausgesucht und auch aufgebaut. Begleitet und geholfen hat dabei auch „Hippie Hoppa“, der sich ggf. jetzt nach dem Camp sicherlich auch öfter mal beim Training sehen lässt. Kommt er doch aus der ebenfalls im Verein angebotenen Sportart Floorball und war als helfende Hand mit im Archery Camp dabei.

Womit wir aber so nicht gerechnet haben war, dass wir während des Camps Temperaturen jenseits von Gut und Böse haben werden. Getränke waren also super wichtig, wie auch Sonnenschutz und reichlich Pausen. Dazu haben wir auch den Programmplan passend geändert und angepasst und den „Friedhof der Kuscheltiere“ auf den Vormittag verschoben.

Was den Aufbauenden gelungen ist war, die jungen Schützen (unter denen sich auch ein Deutscher Meister befand), aus ihrer Wohlfühlzone zu holen und sie zu fordern. Ein Punkt der ihnen ggf. bei weiteren Wettkämpfen helfen kann, mit Unvorhersehbarkeiten umzugehen.

Was man ja auch nie planen kann: wie finden sich die Kinder und Jugendlichen zusammen. Und da muss man ein Lob an die ganze Gruppe aussprechen, egal ob introvertiert oder extrovertiert, sie haben sich gefunden und schon am ersten Abend wurde zusammen gequatscht, Marshmallows und Knüppelbrot geröstet. Und der Altersunterschied kam gar nicht zum Vorschein.

Neben den Parcoursrunden, fanden sich etliche SchützInnen auch nach dem Abendessen ein, um Pfeile fliegen zu lassen. Auch da wurde experimentiert und Neues ausprobiert. Wer schon mal versucht hat mit Flu-Flu-Pfeilen in einem Parabelschuss einen Luftballon zu treffen, der weiß wie einen der Ehrgeiz packen kann.

Dann wurden aber auch Heulpfeile selber gebastelt und experimentiert, wie man so ein Ü-Ei am besten und lautesten zum Heulen bringen kann. Auch hier waren die TeilnehmerInnen mit Ehrgeiz dabei und es wurde probiert, gebohrt und gebrannt bis der eigene Pfeil einen super Sound beim Schießen machte.

Am anderen Abend dann wurde mit Knicklichtern und LEDs an den Pfeilen auf die Auflagen geschossen. Was für ein Spaß, der sich bis spät in die Nacht großer Beliebtheit erfreute. Wie lange und intensiv sich Kinder mit ihrem Hobby beschäftigen können… es ist eine wahre Freude!

Als kleine Zwischenunterhaltung wurde auch mal eine Wasserschlacht gemacht. Bei Temperaturen über 30 Grad war das eine mehr als willkommene Erfrischung, wenn einem der nasse Schaumstoffball dann mal traf oder einem eine Wasserbombe um die Ohren flog.

Wegen der Temperaturen haben wir dann einen Nachmittag das Programm geskippt und sind alle zusammen nach Zahna ins Freibad gefahren. So ein Hitzetag ist im Wasser viel leichter auszuhalten, vor allem wenn man Rutschen kann oder versucht, die beste Bombe zu machen und das Wasser am höchsten spritzen zu lassen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bedanken:
Zuerst bei der Stadt, die uns das Gelände, den Vereinsbus für den Transport der Kinder sowie die Sanitäranlagen im Sportkomplex zur Verfügung stellte.

Doch die Unterstützung der Stadt war nur ein Teil des Ganzen. Wir sind wirklich von netten Menschen umgeben, die überall tatkräftig geholfen haben – sei es durch Sachspenden, Gutscheine, Geldspenden oder andere Hilfen. Es ist unmöglich, alle namentlich aufzuführen; das würde den Rahmen sprengen. Daher möchten wir uns von Herzen bei Euch allen bedanken: ob ihr nun aus dem Vereinsumfeld kommt oder als „Wildfremde“ das Archery Camp unterstützt habt!

Danke für jede noch so kleine Spende und Hilfe! Ohne Euch alle wäre das Camp nicht durchführbar gewesen. (Wir würden uns freuen, wenn wir auch im nächsten Jahr wieder auf eure Hilfe zählen könnten, zumindest denken wir über eine Fortsetzung nach…)

Ein besonderer Gruß geht an die Männer vom Bauhof, die uns beim Auf- und Abbau des Zeltes für den Versorgungsstand und den Essensraum tatkräftig unterstützt haben. Dankeschön, Jungs!

Und zu Guter Letzt: danke an alle Beteiligten dieses tollen Archery Camps. Ohne Euch hätte es so nicht funktionieren können!

Mario Prell & Antje Ueck

UHC Elster Abt. Bogensport